Das neue Aquarium

Ein kleines Aquarium bietet nicht viel Platz für Fische. Darin können meistens nicht mehr als zwei wohnen. Gefallen einem Goldfische in so einem Becken, braucht man nicht zusätzlich Strom für einen Heizstab, denn diese Fisch mögen kaltes Wasser. Goldfische sind für Anfänger recht leicht zu halten, man muss nur aufpassen, dass man das Aquarium regelmäßig sauber macht, indem man die Verunreinigungen vom Boden absaugt. Vor allem bei der Fütterung dieser Tiere sollte man konsequent sein und ihnen nicht zu viel geben. Goldfische haben immer Hunger und sobald man sich in ihrer Nähe aufhält, kommen sie schon angeschwommen und warten auf Futter. Diese Fische können richtig betteln.

Ein Becken mit anderen Süßwasserfischen zu pflegen, bedarf etwas mehr Grundwissen über die unterschiedlichen Arten. Barsche können nicht mit allen vergesellschaftet werden. Damit im Aquarium Frieden herrscht, sollte bereits beim Kauf darauf geachtet werden, dass die Fische aus dem gleichen See kommen. Amerikanische und afrikanische Buntbarsche vertragen sich nicht in einem Becken; allein schon wegen der unterschiedlichen Wasserhärte. Zum anderen sind richtige Kämpfe an der Tagesordnung. Ein richtiges Barschbecken fasst meistens ab zweihundert Litern aufwärts. Kleiner ist eigentlich nicht möglich, wenn sich die Fische auch bewegen können sollen. Da sollte man einmal über Versicherungen nachdenken, egal, ob man zur Miete wohnt oder nicht. Platzt so ein Aquarium, kann dies großen Schaden anrichten.

Mit der Zeit werden Aquarien immer größer. Immer wieder entdeckt man einen neuen Fisch der in das heimische Becken passt. Jemand, der von Aquarien etwas versteht, wird immer darauf achten, dass er beim Kauf zu einem Männchen immer zwei bis vier Weibchen in das Aquarium gibt. Von einer Rasse sollte man immer nur ein Männchen besorgen, sonst entstehen Revierkämpfe. Man denkt sicher, das ist so ähnlich, wie in einem Harem. Das hat aber den einfachen Grund, dass die Männchen unwahrscheinlich gerne balzen. Bei den Menschen wäre das mit dem Flirten vergleichbar. Damit dann die Weibchen auch etwas Ruhe haben, können diese abwechselnd auf dieses Liebesspiel eingehen.

Barsche sind Maulbrüter. Nachdem das Weibchen stimuliert wurde, Eier zu produzieren, werden diese auf Steinen abgelegt. Das Männchen befruchtet diese und anschließend nimmt das Weibchen die Eier in das Maul. In dieser Zeit frisst es nichts. Sind die Jungtiere geschlüpft, bleiben sie noch einige Zeit im Maul des Weibchens, bis es sie an einem sicheren Ort im Becken ausspuckt. Von da an sind die Jungfische auf sich alleine gestellt. Das Weibchen kümmert sich zwar noch wenige Tage um sie, aber nur die Schnellsten werden im Becken überleben.